Interview mit ZAUBER-Mama Stefanie – Ich war zu Tränen gerührt

Ich liebe es ganz besonders, wenn Mamas mir erzählen, was sie mit den Baby- und Kleinkindgebärden erleben. Es entstehen einfach so wunderschöne ZAUBER-Momente, dass ich die unmöglich für mich behalten kann.

Deshalb wird es hier auf meinem Blog demnächst häufiger Interviews mit Kunden oder ZAUBER-Mamas aus meiner Community geben.

Heute habe ich ein Interview mit Stefanie mitgebracht. Stefanie ist eine ZAUBER-Mama, die in der ersten Runde meines Kurses, der Schule der magischen Händchen, dabei war. Damals hieß der Kurs übrigens noch „Sag’s mit den Händen!“

Also lass uns mal schauen, was Stefanie so erlebt hat!

Los geht’s!

Ariane: Wie bist du auf die Baby- und Kleinkindgebärden gestoßen und was waren deine ersten Gedanken, als du davon gehört hast?

Stefanie: Ich bin auf die Gebärden gestoßen über Steffi von Muckelino. Sie hatte so ein Live auf Facebook und da warst du glaub ich mit dabei. Meine ersten Gedanken waren: „Juchu, vielleicht ist jetzt meine Chance gekommen“, denn ich wollte das eigentlich schon vor 11 Jahren mit meiner Großen machen, habe damals aber kein Geld dafür investieren wollen. Und diesmal habe ich mir gedacht: „Das brauchen wir für mich, mein Kind und meine Familie“. Wichtig war mir, dass die anderen sie auch verstehen und dass sie sich halt mit Zeichen ausdrücken kann. 

Ariane: Genau, du meinst das Interview, das ich Steffi zum Thema Windelfrei mit Baby- und Kleinkindgebärden gegeben habe. Das gibt es hier nochmal zum Nachschauen: (Klick)

Interview mit Stefanie Windhorst von Muckelino zum Thema Windelfrei und Baby- und Kleinkindgebärden

Steffi war übrigens vor kurzem auch hier auf dem Blog im Interview mit einem sehr spannenden Thema für Mamas: Abnehmen nach der Stillzeit!

Wie hast du denn bis dahin die Bedürfnisse deines Babys verstehen können?

Stefanie: Ich weiß nicht, warum und wieso, aber ich wusste von der ersten Sekunde an, was sie möchte und was sie nicht möchte, beziehungsweise was sie braucht und nicht braucht. Also entweder ich habe gespürt sie hat Hunger oder sie muss ausscheiden. Vielleicht habe ich da irgendwie mehr Augenmerk drauf gelegt oder es hat sich einfach meine Intuition verschärft, weil ich mich mit der Ausscheidung und Ausscheidungskommunikation schon ganz am Anfang ein bissel befasst habe. Ich hatte also sowas wie Sensoren, mit denen ich das irgendwie auffassen konnte. 

Ich dachte mir aber, das wird nicht ewig so weitergehen. Das Kind wird auch mal spielen wollen oder die Bedürfnisse werden mehr als nur, müde sein, Hunger oder Windel nass. Von dem her dachte ich mir, ich möchte beim zweiten Kind die Gebärden dazunehmen, weil’s eine sprachliche Erweiterung ist und man sich einfach besser verstehen  kann.

Ariane: Wie bist du dann mit den Baby- und Kleinkindgebärden gestartet und wie hast du sie dir angeeignet und in deinen Alltag integriert?

Stefanie: Durch den „Sag’s mit den Händen“-Kurs und die wöchentlichen Zoom-Treffen.  Das war wirklich gut. Weil man das Gefühl hatte, man muss irgendwie mitkommen sozusagen. Also man misst sich quasi mit den anderen und vergleicht: wie weit ist der jetzt schon gekommen und wie  gut haben wir es hingekriegt. Wie eine kleine Prüfung sozusagen, Ich mir dabei oft gedacht: „Uh oje, die Aufgabe müssen wir jetzt machen, damit wir da ja dranbleiben“. Aber nicht negativ. Es war ein positives Gefühl. Ein Ansporn, ohne mit den anderen in einen Konkurrenzkampf oder so zu treten. Die Treffen und der Austausch mit dir und den anderen haben mich motiviert.

Die Integration der Gebärden in den Alltag war am Anfang ein bissel schwierig, weil ich immer wieder nur eine Hand frei hatte und nicht wusste, wie ich es tun soll. Also am liebsten hätte ich immer noch die Füße mit dazugenommen, um den Geschirrspüler ausräumen, das Frühstück wegzuräumen, zu kochen, Wäsche zu machen, mit dem Kind aufs Klo zu gehen oder es zu wickeln und auch noch mit ihm zu spielen und zu kommunizieren. Der Alltag mit Baby ist schon Stress pur.

Deshalb habe ich mich, so wie du gesagt hast, erstmal nur auf 3 Gebärden festgelegt: MUSIK, TRINKEN und LULU. Zusammen mit ein paar organisatorischen Veränderungen – mein Mann hat dann zum Beispiel das Kochen übernommen – war das echt eine Erleichterung.

Ich habe auf die drei Gebärden dann aufgebaut und Stück für Stück mehr dazugenommen.

Im Endeffekt hat sich dann herauskristallisiert, was wir wirklich brauchen. Was ihr wirklich gut gefällt, sind die Gebärden für AUTO und verschiedene Tiere. Am Bücher anschauen hatte sie am Anfang kein Interesse. Aber ab dem zehnten Monat hat sie angefangen, Bücher anzuschauen.

Seitdem sind Bücher ihr Highlight und da gibt’s immer wieder Tiere und die gebärdet sie. Die KATZE ist recht spät gekommen, obwohl das mein Lieblingstier ist. Der HUND war von Anfang an dabei. Das SCHAF, obwohl wir das immer wieder live sehen macht sie ganz selten. Zu verschiedensten Gebärden, wie HAHN, ENTE oder HUND macht sie auch Geräusche dazu.

Ariane: Total schön. Vorlesen und Bücher anschauen von Anfang an, ist so so wertvoll für die Sprachentwicklung und die Eltern-Kind-Beziehung. Viele Eltern haben den Eindruck, ihre Kinder interessieren sich nicht für Bücher. Oft trügt der Eindruck. In jedem Fall lässt sich aber auf verschiedenen Wegen das Interesse wecken. Die Baby- und Kleinkindgebärden sind eine Möglichkeit, dies zu tun und das sieht man ja an deinem Beispiel sehr schön. Demnächst wird es hier auf dem Blog einen umfangreichen Artikel zum Vorlesen und Bücher anschauen mit Babys geben, also stay tuned!

Du hast ja schon von ein paar Gebärden berichtet, die ihr verwendet habt. Was war denn dein größter ZAUBER-Moment mit den Baby- und Kleinkindgebärden?

Mein größter ZAUBER-Moment mit der Kleinen war, als sie an der Badewanne stand und auf einmal WASSER gezeigt hat, obwohl ich ihr das nur beiläufig mal gezeigt habe. Letztens haben wir ein Buch angeschaut, wo eine Ente am See schwimmt. Da zeigte sie ENTE und dann WASSER.

Ich war total verwundert, woher sie weiß, dass das Wasser ist, weil ich ihr glaube ich noch nie Wasser in einem Bilderbuch gezeigt habe. Ich bin echt erstaunt darüber und wie sie das verknüpft.

Oder beim Silvesterfeuerwerk. Sie war ja munter und ich habe ihr auf meine Art Silvester gebärdet und habe gesagt: „Ja das sind Feuerwerkskörper, die knallen und machen bunte Lichter und bumm bumm bumm“. Kurz darauf hat sie mir auch davon erzählt: „Bumm bumm bumm“, auf ihre Art und Weise mit der Gebärde. Also sieht man, dass das arbeitet in ihr und so viele Sachen, in ihrem Kopf abgehen, die sie durch die Zeichensprache ausdrücken kann.

Das sind so ZAUBER-Momente, wo ich wirklich zu Tränen gerührt bin. Oft schauen wir, meine Familie und ich, uns nur an, so wie: „Woah, voll cool!“. Das sind Wow-Momente einfach.

Schade, das hätte ich damals bei meiner Großen schon alles erfahren können, was in ihrem Kopf los ist.

Ariane: Was würdest du anderen Mamas empfehlen, die sich für Baby- und Kleinkindgebärden interessieren?

Ich denke, wichtig ist halt, dass man wirklich einen Kurs macht oder dass man sich irgendwo anknüpft, an eine Stelle, wo man halt wirklich dranbleibt. Sonst wird man schnell frustriert, wenn es nicht funktioniert. So habe ich es bei meiner Großen erlebt, als ich es alleine versucht habe.

Meine Nachbarin meint, dass MILCH das Wichtigste ist. Sie zeigt ihrer Tochter von Anfang an nur 2 Gebärden, hauptsächlich MILCH und TRINKEN. Aber ihre Kleine zeigt’s nicht an. Und sie wird in ein paar Tagen ein Jahr alt.

Ariane: Gerade das letzte Beispiel zeigt so schön, wie wichtig es ist, die richtigen Gebärden für die Kleinen auszuwählen. Ich verstehe total, wie wichtig den Eltern ist, die Bedürfnisse ihrer Kleinen zu erfahren. Gleichzeitig sind es oft ausgerechnet die Bedürfnisgebärden, wie MILCH oder TRINKEN, die für die Kleinen eher uninteressant sind.

Wenn Eltern sich ausschließlich darauf beschränken, kann es gut sein, dass die Kleinen erst spät oder gar nicht selbst gebärden.

Da lohnt sich ein kleiner Umweg über ein paar Gebärden, die für die Kinder, aber für uns nicht so wichtig sind. Wenn dann einmal der Knoten geplatzt ist, dann klappt es auch mit den Bedürfnisgebärden.

Milch ist nicht die beste Gebärde für den Anfang

Am Schluss hatte Stefanie noch ein paar ZAUBER-Worte für mich und meine Arbeit und die möchte ich dir nicht vorenthalten.

Liebe Ariane, ich danke dir für deine Arbeit. Ich finde, du machst das ganz ganz toll und ich bin irrsinnig dankbar für den Kurs. Also für uns war das wirklich eine riesengroße Bereicherung.

Danke danke danke. Für mich war es ebenso eine große Bereicherung, Stefanie in meinem ersten Kursdurchlauf zu haben.

Wenn du selbst gerade mit Baby- und Kleinkindgebärden starten möchtest oder schon gestartet hast und es noch nicht so richtig klappt, dann lade ich dich ein, dir den kostenlosen magischen Fahrplan zu holen. Mit diesem kompakten PDF erfährst du, welche 4 Schritte wichtig sind, wenn du mit deinem Kind Baby- und Kleinkindgebärden verwenden möchtest. Außerdem erfährst du, worauf du achten und welche Fehler du vermeiden solltest.

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